Schädlingsbekämpfung und Vorbeugung: Eichenprozessionsspinner

Eichenprozessionsspinner sind Schädlinge, die saisonal zum Teil in großen Mengen auftreten. Sie stellen eine ernste Gefahr für Menschen und Haustiere dar und müssen möglichst schnell und gründlich bekämpft werden.

Alternativ gibt es aber auch Möglichkeiten, einem Befall vorzubeugen, bzw. mit prophylaktischen Maßnahmen einen Befall möglichst schonend gering zu halten, damit drastischere und gefährliche Maßnahmen wir Abflammen, Vergiftung oder sogar Fällung gefärdeter Bäume nicht notwendig werden.

Wir stehen Ihnen für eine Prophylaxe oder Beseitigung jederzeit zur Verfügung.

Rufen Sie uns einfach an: +49 (0) 151 / 25 25 12 99

Weitere Informationen zu den Eichenprozessionsspinnern finden Sie nachfolgend oder auf wikipedia.de.

Eine aktuelle Karte der Ausbreitung in Bayern und Unterfranken bietet die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft hier. Wir bekämpfen Eichenprozessionsspinner vor allem in der Region um Marktheidenfeld, Wertheim, Miltenberg und Lohr im Großraum Aschaffenburg und Würzburg. Selbstverständlich übernehmen wir jedoch auch die Beseitigung der Schädlinge in Hessen und Baden-Würtemberg.

Wissenswertes:

Der Eichenprozessionsspinner

(Thaumetopoea processionea) ist ein Pflanzen- und Gesundheitsschädling, der auf Eichen spezialisiert ist. Das betrift vor allem die Gattungen Roteiche, Traubeneiche und Stieleiche.

Der Name ‚Eichenprozessionsspinner‘ leitet sich vom typischen Verhalten ab, von ihren Nestern aus in Kolonnen – oder eben Prozessionen – in die baumkronen zu wandern. Dort ernähren sie sich von den Blättern, bevor sie zum Übernachten wieder in ihre Gespinstnester zurückkehren. Am besten gedeien sie in Jahren mit trocken-warmem Wetter. In sehr trockenen Jahren neigen sie daher zur Massenvermehrung und großflächigen Ausbreitung. Da sie Wärme und Sonne bevorzugen, findet man sie vor allem in lichten Eichenwäldern, an Waldrändern sowie an einzelnen Eichenbäumen vor.

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Gefahren

Tatsächlich sind sie gar nicht einmal sonderlich schädlich für die Pflanzen. In der Regel erholt sich auch eine schwerer befallene Eiche gut von den unliebsamen Besuchern, selbst diese für kurzzeitige, erhebliche Beeinträchtigung der befallenen Bäume durch Lichtungs- oder sogar völligen Kahlfraß sorgen können. Eine ansonsten gesunde Eiche kommt mit einem solchen Befall jedoch in der Regel problemlos zurecht.

Ihr eigentliches Gefahrenpotenzial liegt in ihrer Eigenschaft als Gesundheitsschädling:

Die Raupen der Eichenprozessionsspinner verfügen nämlich über einen hoch wirksamen Verteidigungsmechanismus, der sie vor Fressfeinden schützt: Ihre Raupenhaare sind hoch giftig und können auch bei Menschen allergische Symptome bis hin zu schwerwiegenden Gesundheitsschäden hervorrufen. Dazu gehören unter anderem die so genannte ‚Raupendermatitis‚, ein teilweise heftiger Hautausschlag, außerdem eine Entzündung der Augen und massive Beeinträchtigung der Atemwege bis hin zu allergischen Schockreaktionen.

Gefährdungszeitraum

Die prinzipielle Gefährdung durch den Eichenprozessionsspinner erstreckt sich auf das gesamte Jahr. Es existieren jedoch Zeiträume mit erhöhtem Gefahrenpotential. Vor allem zwischen Ende Mai und September. Nachdem das überwinterte Gelege mit Einsetzen des Blattwachstums erwacht und die Raupen geschlüpft sind, beginnt der Eichenprozessionsspinner etwa Ende Mai damit, seine giftigen Raupenhaare auszubilden. Während des mehrere Wochen andauernden Raupenstadiums ist die Gefährdung für Menschen am höchsten. Zwischen Ende Juni und Anfang Juli verpuppen sich die Eichenprozessionsspinnerraupen in ihren Gespinstnestern. Etwa Ende Juli bis Anfang August verlassen sie den Kokon, um das nur wenige Tage währende Leben als als ungefährliche Schmetterlinge anzutreten.

Das Gefährliche: Die an den Eichen verbleibenden Gespinst-Nester bleiben das ganze Jahr über gefährlich, da die darin enthaltenen Raupenhaare und Kokonreste durch den Wind bis weit in die Umgebung getragen werden. Außerdem reichern sie sich am Boden in der Nähe der Bäume an und stellen so eine dauerhafte Gefahr für Passanten und Tiere dar.

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Die Verbreitung des Eichenprozessionsspinners

Seit etwa 20 Jahren ist in Deutschland eine deutliche Zunahme der Vorkommen und eine ebenso deutliche geographische Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners in Baden-Württemberg, Nordbayern/Franken und in Brandenburg zu verzeichnen. Zusätzlich ist in den heißen Sommern seit 2006 eine deutliche Ausbreitung auf Teilgebiete der Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Hessen, Saarland, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt sowie Brandenburg und Berlin zu beobachten.
Damit zusammenhängend steigt natürlich auch die Zahl der Krankheitsfälle, die durch Kontakt mit den Raupen auftreten.Vor allem der Klimawandel mit seinen in den letzten Jahren deutlich wärmeren und trockeneren Sommern sowie milderen Wintern begünstigt die Populationszunahme und Ausbreitung. Dieses veränderte Klima, verbunden mit geringen Regenmengen während der Entwicklung der Larven in April und Mai, kommt der Entwicklung der Eichenprozessionsspinner deutlich zu Gute.

Eine Gefahr geht von den Tieren prinzipiell das gesamte Jahr aus, doch vor allem zwischen Ende Mai und September. Die im Frühjahr geschlüpften Raupen beginnen etwa im Mai, ihre giftigen Raupenhaare auszubilden. In den folgenden Wochen ist damit fide Gefahr für Menschen am höchsten. Zwischen Ende Juni und Mitte Juli verpuppen sich die Raupen schließlich in ihren Gespinsten und verlassen ihre Kokons zwischen Ende Juli und Anfang August. Dann beginnt ihr nur wenige Tage währendes Leben als Schmetterlinge.

Das Problem: Die Gespinstnester an den Bäumen enthalten sämtliche noch immer giftigen Haare und Kokonnester, die jetzt von Wind und Wetter weit in die Umgebung getragen werden können. Darüber hinaus zersetzen sie sich nur sehr langsam und reichern sich damit im Boden an, wo sie für Menschen und Tierenoch lange eine Gefahr darstellen können.

 

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